fotoost3Osternester und Osterhasen basteln, Eier färben, Dekorationen basteln und Osterhasenlieder singen. Die Frühlings- und Osterzeit bietet im Kindergartenalltag eine große Fülle an Beschäftigungsmöglichkeiten. Doch gerade an Ostern – dem ältesten und wichtigsten Fest in der  christlichen Kirche – ist es uns als kirchliche Einrichtung ein Anliegen, die Kinder auch mit den religiösen Hintergründen des Festes vertraut zu machen.

 

fotohp5Beginnend mit dem Kinder Aschermittwochs-Gottesdienst in der Pfarrkirche bereiten wir uns in der Fastenzeit auf Ostern vor. Anhand von Jesus-Geschichten versuchen wir in dieser Zeit, den Kinder das Leben Jesu nahezubringen. Da sind zum Beispiel die Begegnung Jesu mit Zachäus und die Geschichte, als Jesus den Sturm stillt. Aber auch religiöse Themen wie die Schöpfung und die Arche Noah finden hier Raum.In diesem Rahmen pflanzen wir aber auch Kresse, Gras oder Weizen und erfahren so, wie aus scheinbar leblosen Samen neues Leben entsteht.

 

Am Palmsonntag dann sind die Familien eingeladen, sich an der Palmweihe zu beteiligen. Schon beinahe traditionell stellen die Vorschulkinder den Einzug Jesu nach Jerusalem dar. Und sicherlich wird es jedem Kind in Erinnerung bleiben, wenn es mit seinem geschmückten Palmbuschen an die Prozession zum Gottesdienst anschließen darf.

In der Karwoche gehen wir besonders auf Gründonnerstag und Karfreitag ein. Diese religionspädagogischen Einheiten  werden bei uns nach der sogenannten Kett-Methode vorbereitet und durchgeführt. Begründer der „Kett-Pädagogik“ ist der Münchner Religionspädagoge Franz Kett, der seit den 70er Jahren diese Methode zusammen mit Schwester Esther Kaufmann begründet hat. Über die Jahrzehnte wurde die Methode stets weiter entwickelt.

Besonders wichtig war den Begründern eine ganzheitliche und sinnorientierte Pädagogik. Franz Kett hat auch den Begriff der „Herzensbildung“ besonders geprägt. Um mit allen Sinnen arbeiten zu können werden während der Einheiten gemeinsam  große, bunte Bodenbilder gelegt.

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Wir stellen immer wieder fest, dass sich die Kinder sehr gerne auf diese Einheiten einlassen, zur Ruhe kommen und sich aktiv beteiligen.  Meistens dürfen die Kinder zum Ende der Einheit ein eigenes kleines Bodenbild legen. Der sorgsame und wertschätzende Umgang mit dem Legematerial ist immer wieder eine sehr schöne Erfahrung für alle Beteiligten!

Nach dieser Methode lassen sich aber viele andere Themen im Jahreskreis und Märchen bearbeiten, so dass wir sie immer wieder gerne anbieten.

 

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Den großen Abschluss der Osterzeit feierten wir gemeinsam mit vielen Kindern  und Herrn Pfarrer Reindl am Dienstag nach Ostern. Zunächst trafen  wir uns  zu einem Ostergottesdienst in unserer Turnhalle. Wieder durften wir anhand der erläuterten Methode und eines Bodenbildes erfahren, was es mit der Ostersonne, den drei Frauen, die ans Grab Jesu kommen und mit der großen Osterfreude der Auferstehung auf sich hat.

Um diese Freude zu verdeutlichen, wurden natürlich auch im Garten Osternesterl gesucht und gefunden. Dafür hatten sich die Kinder vorher beim gemeinsamen Osterfrühstück ausgiebig gestärkt